Kalenderblatt vom 22. Februar 2017

Heute
Mittwoch

Losung

Ich will auch fernerhin mit diesem Volke wunderbar verfahren, wunderbar und wundersam, und die Weisheit seiner Weisen wird zunichte werden.

Jesaja 29,14

Lehrtext

/Der Engel sprach von Johannes:/ Er wird viele der Israeliten zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren. Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft des Elia, zu bekehren die Herzen der Väter zu den Kindern und die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein Volk, das wohlvorbereitet ist.
 

Lukas 1,16-17

Aktuelle Woche

  • Kirchliche Woche
    Sonntag, 19.02.2017 bis Samstag, 25.02.2017
  • Wochenspruch

    Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht. (Hebr 3, 15) 

  • Feiertag
    Sexagesimae (2. Sonntag vor der Passionszeit)
  • Erklärung

    Was führt zum Erfolg im Leben? Ist ein Erfolg messbar? Welche Maßstäbe gelten unter uns? Welche Maßstäbe gelten für den Glauben? Der zweite Sonntag vor der Passionszeit stellt mit seinen Texten diese Fragen.
    Offensichtlicher Misserfolg, menschliche Schwächen und das weltliche Urteil darüber müssen nicht entmutigen. „Hundertfache Frucht“ ist den im wahren Wortsinn Rechtschaffenden möglich und ihre Schwächen werden von Gott anders bewertet.
    Der Name des zweiten Sonntags vor der Passionszeit, Sexagesimae, beziffert die Tage bis zum Osterfest. Sechzig so die deutsche Bedeutung, genau gezählt sind es 56 Tage.. 

  • Thema
    Die Wirkung des Wortes

MK 4, 26-29

26 Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft 27 und schläft und steht auf, Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst – er weiß nicht wie. 28 Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, danach den vollen Weizen in der Ähre. 29 Wenn aber die Frucht reif ist, so schickt er alsbald die Sichel hin; denn die Ernte ist da. 

Andacht der Woche

 „Im eisigen Ostwind habe ich heute über Zärtlichkeit nachgedacht. Die kalten Nachrichten brauchen Antwort.“ Heinz Kattner.

Ich verkrieche mich in der Kapuze. Je stärker der Wind, desto fester ziehe ich den Mantel bis oben zu. Die Kälte schneidet ins Gesicht. Pfeift um die Nase. Böig. Mächtig. Angreifend.

Kalt ist die Zeit geworden. Die Welt auch. Die Botschaften so, dass einem nicht warm ums Herz wird. Wo ist sie hin die Zärtlichkeit, die einen Menschen nicht wie Besitz behandelt? Und einen Hungernden nicht Wirtschaftsflüchtling nennt?

Ich kneife die Augen halb zu im eisigen Wind. Die Tränen hält das nicht. Weinen – das sind viele verschiedene Tränen. „Nur der Wind“, sagen wir, wenn wir es uns einfach machen wollen. Wer schaut noch behutsam in meine und deine Augen?

In meinem winterverschlafenen Garten gibt es eine Zärtlichkeit wie die kleine Flamme eines Schwefelhölzchens. Zart und empfindsam lodert es in der Farbe weiß.

Marion Küstenmacher schreibt: „Das Schneeglöckchen ist der zärtlichste Widerstandskämpfer, den ich kenne. Mit sanfter Gewalt setzt es sich gegen den Frost in der schlafenden Erde durch.“ Als Zwiebelgewächse speichern Schneeglöckchen unterirdisch Energie. Sie haben Salze als Schutz gegen den Frost eingelagert. Wenn ihr Wachstum beginnt, taut der Boden. Um sie herum schmilzt der Schnee zuerst. Das Schneeglöckchen – so sagt Marion Küstenmacher weiter - „wartet nicht, bis andere aufwachen und etwas ändern. [… Es] durchbricht die Lethargie. Und rüttelt damit andere wach.“ Es ist, als rufe es heraus aus dem Winterschlaf.

Im Schneeglöckchen stecken Kraft und Zärtlichkeit zugleich. Die starre, gefrorene Erde wird gebrochen. Die schwertförmigen Blätter bohren sich durch den harten Boden und schicken den Winter weg.


Pastor Matthis Burfien

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Grün - Bild von Erich Grün

Grün als Farbe der erwachenden und lebenden Natur bestimmt die Sonntage nach Epiphanias bis zur Passionszeit und die Sonntage nach Trinitatis.

Bild: Sammlung Erich Grün                  (c) Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

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Wochenlied

Herr, für dein Wort sei hoch gepreist (EG 196 ) und Es wolle Gott uns gnädig sein (EG 280 )