Kalenderblatt vom 28. März 2017

Heute
Dienstag

Losung

Tu, was dir vor die Hand kommt; denn Gott ist mit dir.

1.Samuel 10,7

Lehrtext

Alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.

Kolosser 3,17

Aktuelle Woche

  • Kirchliche Woche
    Sonntag, 26.03.2017 bis Samstag, 01.04.2017
  • Wochenspruch

    Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. (Joh 12, 24) 

  • Feiertag
    Laetare (4. Sonntag in der Passionszeit)
  • Erklärung

    Der Sonntag Laetare steht in der Mitte der Fastenzeit und wird deshalb auch „Mittfasten” genannt. Ein anderer Name für diesen Sonntag aufgrund des Evangeliums von der Brotvermehrung ist „Brotsonntag”.

    Nachdem bisher der Aspekt der Schuld gegenüber Gott stärker in den Vordergrund getreten ist, tritt nun am Sonntag Laetare Gottes Handeln an uns Menschen in den Vordergrund als Antwort auf unsere Verfehlungen. Dadurch wird der wichtige Aspekt des Evangeliums deutlich, dass wir eben in erster Linie durch Gottes Hilfe frei werden von unseren Verfehlungen, und nicht durch unsere eigenen Werke. Ein Innehalten, ein fast fröhliches Aufatmen innerhalb der Passionszeit.  

    Quelle: © Martin Senftleben, www.daskirchenjahr.de

  • Thema
    Für euch dahingegeben

Joh 6,55-65

55 Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank. 56 Wer mein Fleisch isst und trinkt mein Blut, der bleibt in mir und ich in ihm. 57 Wie mich gesandt hat der lebendige Vater und ich lebe um des Vaters willen, so wird auch, wer mich isst, leben um meinetwillen. 58 Dies ist das Brot, das vom Himmel gekommen ist. Es ist nicht wie bei den Vätern, die gegessen haben und gestorben sind. Wer dies Brot isst, der wird leben in Ewigkeit.
59 Das sagte er in der Synagoge, als er in Kapernaum lehrte.
60 Viele nun seiner Jünger, die das hörten, sprachen: Das ist eine harte Rede; wer kann sie hören? 61 Da Jesus aber bei sich selbst merkte, dass seine Jünger darüber murrten, sprach er zu ihnen: Nehmt ihr daran Anstoß? 62 Wie, wenn ihr nun sehen werdet den Menschensohn auffahren dahin, wo er zuvor war? 63 Der Geist ist's, der da lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben. 64 Aber es sind etliche unter euch, die glauben nicht. Denn Jesus wusste von Anfang an, wer die waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde. 65 Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn vom Vater gegeben. 

Andacht der Woche

Andacht zum Wochenspruch Joh 12,24

Joh 12, 20 Es waren aber etliche Griechen unter denen, die hinaufgekommen waren, dass sie anbeten auf dem Fest. 21 Die traten zu Philippus, der von Bethsaida aus Galiläa war, baten ihn und sprachen: HERR, wir wollten Jesum gerne sehen. 22 Philippus kommt und sagt es Andreas, und Philippus und Andreas sagten's weiter Jesus. 23 Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Zeit ist gekommen, dass des Menschen Sohn verklärt werde. 24 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Es sei denn, dass das Weizenkorn in die Erde falle und ersterbe, so bleibt's allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viele Früchte.25 Wer sein Leben liebhat, der wird's verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, der wird's erhalten zum ewigen Leben. 26 Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren.

Selbstaufgabe

Die Sängerinnen und Sänger, die den großen Chor des Luther-Oratoriums bilden, nehmen eine Menge auf sich, um dort mitzusingen: Sie opfern ihre freie Zeit und proben viele Stunden lang – erst in ihrer eigenen Gemeinde, dann am Auftrittsort. Die Noten müssen sie bezahlen. Die Anfahrt zum Auftrittsort dauert oft einige Stunden und wird nicht erstattet. Manche übernachten und kommen auch dafür auf. Alle bezahlen eine Gebühr, um mitsingen zu dürfen.
Wie kommt es, dass allein in Hannover 2500 Menschen bereit waren, ihre Kraft, ihre Stimmen, ihre Zeit und ihr Geld zu opfern, um Andere zu unterhalten? Welcher vernünftige Mensch lässt sich auf so etwas ein?
Als Chorsänger weiß man, dass das Gefühl unbezahlbar ist, gemeinsam auf der Bühne zu stehen. Zu erleben, wie aus vielen Tönen plötzlich ein Klang wird, der größer und schöner ist, als man es sich vorstellen konnte, ist überwältigend. Der Applaus des Publikums und die Gemeinschaft der Musiker können einen Gefühl erzeugen, für das man gerne alles gibt. Jeder Chorsänger kennt dieses Gefühl. Aber es ist schwer, dieses Glück anderen zu beschreiben. Man muss es selbst erleben und sich vorher all den Mühen stellen, die jeder Sänger auf sich nimmt.
Mit dem Glauben ist es ähnlich. Jesus fordert Hingabe von uns. Wir sollen nachfolgen und ihm dienen. Er fordert sogar Selbstaufgabe: Alles, was mich ausmacht, was mir wichtig ist, mein ganzes Leben soll ich in seinen Dienst stellen.
Das klingt unvorstellbar. Welcher vernünftige Mensch lässt sich auf so etwas ein?
Als Christ weiß ich, dass das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft mit Gott und mit anderen Menschen zu sein, unbezahlbar ist. Es ist die Gewissheit, zusammen Größeres und Schöneres schaffen zu können, als ich mir vorstellen kann. Es ist die Erkenntnis, ein wichtiger Teil einer Gemeinschaft zu sein. Das trägt mich. Dafür nehme ich die Mühen auf mich, die nötig sind.

Corinna Schäfer, Medienvikarin

 

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Violett - Bild von Erich Grün

Violett  - Mischfarbe von Himmel (blau) und Erde (rot) bestimmt die Bußzeiten als Zeiten aktiven Wartens auf eine neue Zeit und eine bessere Welt (Adventszeit, Passionszeit, Buß- und Bettag)

Bild: Sammlung Erich Grün                  (c) Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

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Wochenlied

Korn, das in die Erde (EG 98) und Jesu, meine Freude (EG 396)