Tag der Posaunenchöre

26. März 2017 | Tag der Posaunenchöre

Bläsergottesdienst
Bläsergottesdienst St. Michaelis_Foto: Schrötke

„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht (Joh 12, 24).

Alljährlich am Sonntag Lätare feiern wir den "Tag der Posaunenchöre" Im 500. Jahr der Reformation haben wir dazu einen besonderen Vorschlag mit einem Gottesdienst in ökumenischer Verbundenheit insbesondere zu unseren römisch-katholischen Glaubensgeschwistern. Wir regen an, zu einer gemeinsamen Tauferinnerungsfeier zusammenzukommen. Die Taufe ist das, was uns als Christinnen und Christen über die Konfessionsgrenze hinweg miteinander verbindet. Die Taufe ist auch der Ort, an dem wir alle in das Sterben Jesu und in seine Auferstehung „hineingenommen“ werden. Daher passt Tauferinnerung gut zum Sonntag Lätare, dem „kleinen Osterfest“ mitten in der Passionszeit.

Neues Leben in und mit Christus, und zwar über den Tod hinaus, das ist die Frucht, die durch die Taufe in uns wächst. Wir würden uns freuen, wenn es Sie in den Posaunenchören und Gemeinden dazu ermutigt, ebenfalls einen ökumenischen Tauferinnerungsgottesdienst in Ihrer Gemeinde oder Ihrer Region zu feiern, und dies durchaus am Sonntag Lätare.

Der Entwurf ist mit wenigen Anpassungen auch als ein Gottesdienst z.B. am Ostermontag oder an Pfingsten denkbar, an Feiertagen also, an denen vielerorts ohnehin Gottesdienste in ökumenischer Verbundenheit stattfinden. Auch ohne ökumenische Beteiligung lässt er sich so wie er ist, feiern.

In jedem Fall ist der Entwurf gedacht für einen Gottesdienst, an dem mehrere Personen mitwirken, verschiedene Sprecher können sich die Texte aufteilen. In manchen Gemeinden werden auch die gesprochenen Parts komplett von Bläserinnen und Bläsern übernommen. Das ist sehr eindrücklich.

2017 jährt sich die Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers gegen den Ablasshandel zum 500. Mal. Dieses als Thesenanschlag in die Geschichte eingegangene Ereignis gilt als der Startsignal der Reformation. Dass sich in Folge dessen die reformatorischen Gedanken zu einer eigenen Konfession entwickelten, was schließlich ganz zur Abspaltung von der römisch-katholischen Kirche führte, lag ganz und gar nicht in Luthers Absicht. Umso bewusster soll dieses kommende Reformationsjubiläum von Offenheit, Freiheit und Ökumene geprägt sein. Auch wir wollen darum unseren „Bläsersonntag“ in dem Bewusstsein begehen, wir feiern nicht für uns allein. Wir feiern, was uns Christen eint und trägt: Das eine Wort Gottes und die eine Taufe.

Mit diesem Entwurf stellen wir zugleich das Liederbuch zum Reformationssommer 2017 vor. „FreiTöne“ heißt es und bietet neben etlichen bekannten und lieb gewordenen Liedern aus „LebensWeisen“ und Evangelischem Gesangbuch viele, viele schöne neue Reformations- und Glaubenslieder, die sich zu entdecken lohnen. Es ist das Liederbuch der Kirchentage dieses Jubiläumsjahres. Wir meinen, es lohnt sich auch über diese Zeit hinaus für Gemeinden zur Anschaffung. Gleiches gilt für das dazu gehörige Bläserbegleitheft. Wir haben einige Lieder daraus im Gottesdienstablauf vorgeschlagen (eines auch mit neuem Text und bekannter EG-Melodie).  Mit Ihnen haben wir zudem ein entsprechendes Liedblatt für die Gemeinde erstellt, dass für Ihren Gottesdienst als Kopiervorlage dienen kann. Posaunenchöre, die an den Chorsätzen interessiert sind, müssten sich das Notenheft bestellen (Bärenreiter Verlag).

Der Entwurf steht Ihnen auch hier in zwei Dateiformaten zum Herunterladen zur Verfügung. Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich gern an uns im Posaunenwerk.

Allen, die den Tag der Posaunenchöre mit ihrem Bläser-Gottesdienst zur Geltung bringen, sage ich von Herzen Dank. Übrigens: auch ohne Posaunenchor ist dieser Entwurf leicht umzusetzen. So haben alle Pfarrämter etwas davon. 

Wir danken unserer Landeskirche, die den Sonntag Lätare als „Tag der Posaunenchöre“ ermöglicht und dafür in diesem Jahr erneut eine landeskirchliche Kollekte eingesetzt hat. Sie kommt in voller Höhe der „Stiftung Posaunenwerk“ zugute und damit auch jedem Posaunenchor zur Förderung von Projekten und besonderen Maßnahmen, insbesondere mit Kindern und Jugendlichen. Für diese Kollekte sagen wir auch im Namen des Fördervereins- und Stiftungsvorstandes schon hier ganz herzlichen Dank.

So  wünschen wir allen miteinander einen segensreichen Gottesdienst und schönen Tag der Posaunenchöre, unser klingendes SOLI DEO GLORIA.

 

Foto: Schrötke