Popgottesdienste denken und feiern

Popmusik prägt unseren Alltag: in Küchen, Büros, Autoradios, auf Kopfhörern und bei großen Konzerten. Sie weckt Erinnerungen, schafft Gemeinschaft und bringt Gefühle und Themen auf den Punkt. Genau darin liegt ihr Potenzial für den Gottesdienst. Popmusik ist dabei nicht bloß musikalische Dekoration. Sie kann ein Resonanzraum für Glauben sein: Menschen singen mit, hören zu, bringen eigene Erfahrungen ein und erleben Gemeinschaft. In diesem Seminar erkunden wir, wie popmusikalische Ausdrucksformen Gottesdienste prägen und bereichern können – in Musik, Sprache, Atmosphäre und gemeinsamer Beteiligung. Wir verbinden bewährte liturgische Formen mit Ideen aus Popmusik und Popkultur – offen, theologisch reflektiert und nah an der Praxis.

Der Werkzeugkasten: Was ihr gemeinsam anpackt. Diese Werkstatt richtet sich an Pastor:innen, Musiker:innen, Kirchenmusiker:innen, liturgisch Tätige und Ehrenamtliche, die Gottesdienste gemeinsam gestalten oder künftig gestalten wollen – als Team oder auch einzeln. Besonders spannend wird es, wenn unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen: Musik, Liturgie, Sprache, Technik, Raum und Gastfreundschaft prägen einen Popgottesdienst gemeinsam. Deshalb empfehlen wir die Anmeldung als Team. Aber auch wenn du allein kommst, bist du genau richtig: Du kannst eigene Ideen, Fragen und konkrete Vorhaben mitbringen, neue Menschen kennenlernen und Impulse für deine Praxis sammeln. Gemeinsam entwickelt ihr Formate, die zu euren Gemeinden, den Menschen vor Ort und euren Möglichkeiten passen.

Schreiben - Wie entstehen Gebete, Ansprachen und liturgische Texte, die verständlich sind und im Ohr bleiben? Wir erkunden, was wir von guten Popsongs lernen können: klare Bilder, wiedererkennbare Zeilen und Worte, die Menschen mitsprechen können. Planen - Musik ist nicht einfach ein Programmpunkt zwischen anderen. Sie kann den Gottesdienst tragen, Übergänge schaffen, Themen vertiefen und Beteiligung ermöglichen. Wir entwickeln Dramaturgien, in denen Lieder, Texte, Stille, Predigt und Rituale sinnvoll zusammenspielen. Inszenieren - Licht, Klang, Sitzordnung und Atmosphäre prägen einen Gottesdienst mit – oft schon bevor ein Wort gesprochen wird. Wir überlegen, wie Kirchenräume und andere Orte einladend, konzentriert und passend zum jeweiligen Thema gestaltet werden können. Ausprobieren - Nicht jede Idee muss sofort perfekt sein. Das Seminar bietet Raum, neue Formen zu testen, Erfahrungen auszutauschen und aus dem Gelungenen wie aus den Umwegen zu lernen. Das Line-up: Eure Dozierenden Dieses Seminar wird von einem multiprofessionellen Team geleitet. Unterschiedliche Perspektiven aus Theologie, Musik, Gottesdienstpraxis und Ritualentwicklung treffen aufeinander. Hier wird nicht von oben herab gelehrt, sondern gemeinsam gearbeitet, ausprobiert und gejammt.

Der Vibe: Probiert aus! Innovation braucht Freiheit. Deshalb geht es in dieser Werkstatt nicht darum, den einen perfekten Popgottesdienst zu entwickeln. Es geht darum, miteinander auszuprobieren, genauer hinzuhören und herauszufinden, was Menschen vor Ort berührt und beteiligt. Probiert aus. Scheitert freundlich, lernt mutig und feiert ausgelassen!

Kosten 

  • Seminarkosten für Personen aus anderen Landeskirchen bzw. kirchlichen Einrichtungen: 434€

  • bezuschusste Seminarkosten für Haupt- und Ehrenamtliche/Mitglieder der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers und der Konföderation bzw. der Diakonie Niedersachsen: 334€


Kostenzuschuss:
Sofern Sie über/für Ihre Kirchengemeinde/-kreis u. ä. teilnehmen, versuchen Sie doch einen Antrag zur Kostenübernahme dort. Hilfreich kann das nebenstehende Formular sein: Antrag auf Zuschuss (pdf). 
Hinweis für Ehrenamtliche:
Die Landeskirche Hannovers unterstützt ehrenamtliches Engagement mit einer anteiligen finanziellen Förderung.

Bildquelle:

Informationen zu den Ausführenden

Jan Simowitsch ist Musiker, Ritualexperte, Autor und Initiator aktueller Musikprojekte. Er prägte die musikalische Gestaltung des Abschlussgottesdienstes beim Deutschen Evangelischen Kirchentag 2025.

Jan Meyer leitet den Fachbereich Popularmusik im Michaeliskloster Hildesheim und ist Kantor an der Gospelkirche Hannover.

Lars Hillebold ist Direktor des Michaelisklosters Hildesheim. Er arbeitet an der Verbindung von Predigt, Gottesdienst und Popkultur.

Elisabeth Rabe-Winnen ist Pastorin im Michaeliskloster und Teil des Segensnetzwerks "Lauter Segen". Sie entwickelt neue Rituale und Segensformen.

Kategorien: Popularmusik, Gottesdienstvorbereitung, Sprache

Leitung: Jan Simowitsch, Lars Hillebold

Wann

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Veranstalter

Fachbereich Pop im Michaeliskloster Hildesheim
0176 6383 6011

Informationen zu Anmeldung / Kartenvorverkauf

Anmeldeschluss: 30.07.2027

Teilnehmer*innen max: 20

Teilnehmer*innen min: 20

Eintrittspreis/Kosten

334 Euro für Mitglieder der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers / 434 Euro für Mitglieder anderer Landeskirchenre

Zielgruppen

Diakon*innen, Kirchenmusiker*innen, Kantor*innen, Lektor*innen, Prädikant*innen, Berater*innen, Teilnehmende an der regionalen C-Ausbildung, Pastor*innen

Offen für

Ehrenamtliche, Hauptamtliche