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Und der Mensch heißt Mensch

Nachricht Michaeliskloster, 03. Mai 2026

Und der Mensch heißt Mensch

Im Auditorium des Michaeliskloster Hildesheim fand am Sonntag ein ganz besonderer Radiogottesdienst statt. Musik, Predigt und Gedanken über das Menschlichsein mt all seinen Zweifeln verbanden sich zu einem Gottesdienst, der wortwörtlich weit über das Auditorium des Michaelisklosters hinausstrahlte. Es wurde mitgesungen und mitgeklatscht, die Begeisterung war spürbar.

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Neben Liedern Paul Gerhardts standen Musik und Texte von Herbert Grönemeyer im Mittelpunkt. Zu hören waren „Mensch“, „Ein Stück vom Himmel“, „Der Weg“, „Halt mich“ und „Land unter“. Interpretiert wurden die Stücke dabei von Andreas Hülsemann an Piano und Akkordeon, Simon Becker-Foss an Saxofon und Klarinette sowie André Neygenfind am Kontrabass. Gesungen hat Popkantorin Hanna Jursch. Mitwirkende des Gottesdienstes waren außerdem Vikarin Caroline Albrecht sowie Christine Behler, Pastorin und Beauftragte für die Lektorenarbeit im Sprengel Hannover.

Ein Stück vom Himmel

Die Predigt hielt Pastor Lars Hillebold. Ausgangspunkt seiner Gedanken war Grönemeyers Leben und sein Lied „Mensch“, entstanden nach tiefgreifenden Verlusten in Grönemeyers Leben. Hillebold erinnerte daran, wie sehr das Leben des Musikers von Schicksalsschlägen geprägt wurde. Und doch schafft Grönemeyer es zu sagen: "Und es ist, es ist okay."

Aber warum? Warum glauben, wenn alles im Leben so zerbrechlich ist?

In der Musik, da finden wir einen Ort, an dem Gott Vertrauen schenkt. Worte geben uns Gewissheit. Im Michaeliskloster gehört genau das zum Alltag: Menschen, die gemeinsam nach dem richtigen Ton und den richtigen Worten suchen.