Gottesdienstpreis 2027

Nachricht Kassel, 04. Juni 2026

Die Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung schreibt ihren mit 3.000 Euro dotierten Gottesdienstpreis 2027 aus

Verkündigungsformate im Horizont von Demokratie und Theologie.

Unter diesem Thema schreibt die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes
Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung ihren mit 3000 € dotierten Gottesdienstpreis
für das Jahr 2027 aus.

Die Kirche steht in einer Zeit gesellschaftlicher Transformation vor der Aufgabe, das Evangelium innerhalb demokratischer Diskurse neu, verständlich und riskant zur Sprache zu bringen. Fragen nach Menschenwürde, Freiheit, Verantwortung, Wahrheit und Gerechtigkeit sind sowohl theologisch als auch politisch grundlegend. Zugleich sind sie aktuell alles andere als selbstverständlich.

Vor diesem Hintergrund sind Mitarbeitende aus Kirchen der ack eingeladen, bis zum 31.01.2027 innovative Gottesdienste oder Verkündigungsformate einzureichen, die sich im Spannungsfeld von Demokratie und Theologie bewegen.

Was wird gesucht?

Gesucht werden ausgearbeitete und erprobte Gottesdienstformate ab dem Jahr 2025, die sich anlassbezogen mit Themen von Demokratie und gesellschaftlicher Verantwortung befassen. Dazu zählen insbesondere:

  • Gottesdienste oder gottesdienstliche Formate zum Thema "Tag des Grundgesetzes" (23. Mai 2026 / Pfingsten)
  • Formate im Kontext von Wahlen (kommunal, landes-, bundes- oder europapolitisch)
  • Gottesdienste zu Themen wie Menschenrechte, gesellschaftlichem
  • Zusammenhalt, Frieden, Diversität, Wahrheit und öffentliche Verantwortung
  • liturgische Experimente, partizipative Formate, digitale oder hybride Gottesdienste;
  • interdisziplinäre Formate im Zusammenspiel mit zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren

Die eingereichten Arbeiten sollen erkennen lassen, wie theologische Reflexion,
liturgische Gestaltung und gesellschaftliche Fragestellungen auf überzeugende Weise miteinander verbunden werden.

Anforderungen an die Einreichung

Die Datei ist als eine (!) zusammenhängende pdf-Datei einzureichen.

Die Datei umfasst:

  • ein kurzes Anschreiben mit Hinweisen zu einreichenden Personen bzw. Teams
  • eine konzeptionelle Grundlegung (max. 10 000 Zeichen), in der insbesondere theologische Perspektive und Bezug zum Thema Demokratie deutlich werden
  • einen ausgearbeiteten liturgischen Gesamtentwurf des Gottesdienstes bzw. Verkündigungsformats
  • Optional können ergänzende Materialien als weitere pdf (z. B. Liedblatt) angefügt werden.
  • Hinweise zu Webseiten, digitalen Verlinkungen (YouTube o. a.) sind im Anschreiben besonders zu erwähnen und als Link kenntlich zu machen

Über den Gottesdienstpreis

Der Gottesdienstpreis 2027 würdigt Formen kirchlicher Praxis, die das Evangelium in gesellschaftlicher Verantwortung zur Sprache bringen und dabei neue Wege der Verkündigung erschließen. Er ermutigt dazu, Gottesdienste als Orte öffentlicher Theologie weiterzuentwickeln und Verkündigungsformate in ihrer Relevanz für das demokratische Gemeinwesen sichtbar zu machen.

Die Entscheidung der Jury ist unanfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit der Einreichung wird einer möglichen Veröffentlichung zugestimmt. Der Preis kann in einen ersten, zweiten und ggf. dritten Preis unterteilt werden.

Der Jury gehören u.a. an:

  • Beate Besser, Landeskirchenmusikdirektorin, Oldenburg
  • Oberkirchenrätin Anne Brisgen, Zentrum für ev. Gottesdienst- und Predigtkultur, Wittenberg
  • Prof. Dr. Maximilian Bühler, Professor für Praktische Theologie, Reutlingen
  • Heidrun Dörken, Ev. Senderbeauftragte für den hr, Frankfurt / Main
  • Johanna Friese, Pfarrerin und Moderatorin, Berlin
  • Rüdiger Glufke, Militärdekan, Calw
  • Dr. Stephan Goldschmidt, Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes, Hannover
  • Lars Hillebold, Direktor des Michaelisklosters, Hildesheim
  • Jana Koch-Zeißig, Pfarrerin, Fulda
  • Prof. Dr. Gerald Kretzschmar, Professor für Praktische Theologie, Tübingen
  • Inga Kreusch, Pfarrerin, Mainz
  • Dr. Andreas Leipold, Gefängnisseelsorger, Bad Hersfeld
  • Prof. Dr. Kristin Merle, Professorin für Praktische Theologie, Hamburg
  • Dr. Kerstin Menzel, Vertretungsprofessorin für Praktische Theologie, Leipzig
  • Lea-Katharina Müller, Pfarrerin, Bad Hersfeld
  • Kathrin Oxen, Pfarrerin der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Berlin
  • Manuel Schienke, Referat Popularmusik im Zentrum Verkündigung der ekhn, Frankfurt / Main
  • Arnd Schomerus, Pfarrer und Geschäftsführer jugend-kultur-kirche sankt peter, Frankfurt / Main
  • Helmut Wöllenstein, Propst i. R., Marburg
  • Bernd Wolharn, Domvikar und Leiter des Citypastoral-Projekts, Essen

Nachfragen und Einsendungen bitte elektronisch an: info@gottesdienst-stiftung.de